Grundausstattung


Sie stecken aktuell in einer aufregenden Zeit. Nach dem Entschluss, Ihre Familie durch eine Gruppe Meerschweinchen zu ergänzen, sind plötzlich tausend Fragen offen. Eine der uns am häufigsten gestellten Fragen lautet: "Was brauche ich eigentlich alles wirklich?" Aus diesem Grund listen wir hier einmal ein paar nützliche Dinge auf, die man Anschaffen sollte, bevor die kleinen Quieker einziehen können. 

 

Die folgenden Empfehlungen sind nach persönlichem Empfinden zusammengestellt. Es gibt wahrscheinlich noch tausend andere Möglichkeiten. Alle hier aufgeführten Produkte sind aus eigener guter Erfahrung zusammengetragen und kommen hier zum größten Teil auch dauerhaft zum Einsatz.


Was vorne rein geht:

Wie im Beitrag Futter angemerkt, müssen Meerschweinchen immer ausreichend zum Fressen zur Verfügung haben. Dieses können die Tiere sowohl aus Näpfen als auch aus Spendern zu sich nehmen. Je nach Boxengröße setzen wir in unserem Stall beide Varianten ein.

 

Wasser erhalten unsere Meerschweinchen aus einer Festwasseranlage. Für den Hausgebrauch eignen sich entweder die oben bereits erwähnten Näpfe, oder aber auch Nippeltränken, die gerne einen guten halben Liter fassen sollten. 

 

Heu bieten wir in Raufen an. Hier haben wir je nach Boxengegebenheit entweder welche zum Anhängen an die Fronttür, zum Anschrauben an die Trennwand oder zum freien Aufstellen im Gehege. Gerade bei letzteren gibt es sehr niedliche Varianten, die nicht nur praktisch, sondern auch noch dekorativ sind.

 

Zur Beschäftigung bieten sich Futterbäume und Heutunnel an. Aber auch befüllbare Spielzeuge wie Futterbälle zum Rollen sorgen hier regelmäßig für großen Spaß in den Gruppen. Auch kann man Denkspielzeuge für Hunde und Katzen mit Erbsenflocken oder ähnlichem füllen und sich daran erfreuen, wie schlau diese kleinen Nager doch sind, wenn sie das Prinzip erst mal verstanden haben. Am Besten nehmen unsere Meerschweinchen diese Spiel-/Lernangebote an, wenn sie nur gelegentlich in der Box zu finden sind. Liegt zum Beispiel der Futterball dauerhaft im Streu, ist er irgendwann nicht mehr so spannend für die Schweinchen.

  

                   

 

           


Was hinten raus fällt:

Wo vorne etwas reinkommt, fällt hinten etwas heraus. Damit dies nicht auf dem Boden landet und einfach zu entfernen ist, verwenden wir als Einstreu Holzspäne. Diese sind bequem zum drauf schlafen und leicht zu entfernen, wenn sie verdreckt sind. 

 

Ganz am Anfang haben wir mit Stroh eingestreut. Dabei kam es, vor allem, wenn wir frisch gemistet hatten und das Stroh noch sehr locker lag, des Öfteren zu Augenverletzungen durch emporstehende Halme. Bevor wir die Holzspäne für uns entdeckten, haben wir es mit Strohmehl versucht. Da wir über unseren Landhandel aber deutlich besser an die Holzspäne kommen, sind wir bei diesen geblieben. Einen Qualitätsunterschied können wir für uns nicht ausmachen. Ist wahrscheinlich wie so vieles im Leben einfach Geschmackssache.

 

       


Meerschweinchen auf Reisen:

Sehr oft kommen "gut vorbereitete" Meerschweinchen-Neulinge zu uns in den Stall, um für ihre liebevoll und mit Bedacht eingerichteten Gehege bei uns ihre Meerschweinchen auszusuchen. Etwas wesentliches vergessen dabei die meisten - eine Transportbox!

 

Auf unser Nachfragen, warum sie denn keine dabei haben, hören wir oft, dass man die Tiere ja nicht zu Ausstellungen mitnehmen würde und auch für eine Urlaubsbetreuung im heimischen Gehege gesorgt sei. Was aber, wenn ein Notfall eintritt und man schnell zum Tierarzt muss? Soll man dann erst nach einem leeren Pappkarton suchen? Auch der oft eingesetzte Wäschekorb ist da eher ungeeignet, weil er keinen Schutz von oben bietet und das kleine Wesen dann noch zusätzlich aufregt.

 

Und nicht nur für den Gang zum Tierarzt lässt sich eine Transportbox nutzen. Man kann in ihr seine Tiere aus dem Haus zum Gartenauslauf und zurück tragen, oder die Schweinchen mal kurz zwischenparken, wenn man das Gehege reinigt.

 

Lange Rede, kurzer Sinn: eine Transportbox ist ein Must-Have, wenn man Meerschweinchen halten möchte. Hier gibt es auch verschiedene, die wir aus persönlicher Erfahrung heraus empfehlen möchten. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind unten rundum verschlossen, vernünftig belüftet und von oben zu öffnen.

 

               


Verstecke und Chill-Out-Areas:

Egal, ob Sie Innen- oder Außenhaltung bevorzugen, verstecke sind für Meerschweinchen sehr wichtig. In der freien Wildbahn verstecken sie sich gern in hohem Gras und unter Büschen vor Angreifern von oben. Schutz in form eines Daches gibt auch den domestizierten Schweinchen, die wir als Haustiere halten, heute noch ein Gefühl von Sicherheit.

 

Grundsätzlich ist zu beachten, dass man keine Sackgassen baut. Sprich, wenn ein Schwein irgendwo hinein läuft und ein anderes ist auf Krawall gebürstet, muss das erste auf sicherem Weg auch wieder heraus kommen können ;) Wenn man sich für Häuschen entscheidet, müssen diese also mindestens über zwei Ein-/Ausgänge verfügen. Da die Belüftung in solchen Häusern allerdings nicht immer die Beste ist, haben wir uns in unserem Stall für Weidenbrücken und Meerschweinchen-"Carports" entschieden. 

 

Viele Meeri-Besitzer schwören auf Kuschelsachen wie Tipis, Rollen und Hängematten, die auch gerne angenommen werden. Man muss dabei allerdings den Reinigungs- und Zeitaufwand bedenken und bei der Anschaffung darauf achten, dass man diese auch gut waschen kann.

 

                   

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